Im September fand im A&B Circle in Wien ein Zigarrenevent mit Pedro Ventura, Mitglied der “Grupo de Maestros”, statt. Die Einladung und Organisation ging auf TOB zurück. In diesem Rahmen wurden verschiedene Zigarren von VegaFina, darunter die beliebte “1998”, gereicht. Zusätzlich war es möglich, dem Zigarrenexperten einige Fragen betreffend seines Werdegangs und seiner Einschätzung zur Entwicklung der Branche selbst zu stellen.
Pedro Ventura kam unter anderem auf die zunehmenden Unterschiede der Geschmackspräferenzen zwischen den Passionados und Passionadas in den USA und im Rest der Welt zu sprechen. Während sich in den Staaten immer stärkere Zigarren durchsetzten, präferiert der internationale Zigarrenliebhaber tendenziell eher ausgeglichenere Zigarren mit einem differenzierten Geschmacksprofil.
Pedro Ventura, auch bekannt als “Zigarrenkoch”, ging außerdem auf den wichtigsten Bestandteil einer guten Zigarre ein, nämlich den Tabak. Um dessen volles Potenzial auszunutzen, seien die Ernte- und Verarbeitungsprozesse entscheidend. Diese könnten allerdings nur von erfahrenem und gut ausgebildeten Personal konsistent auf hohem Niveau durchgeführt werden. Somit sind eben Mitarbeiter und Personal entscheidend für die Qualität des Tabaks und bilden dadurch auch das Herzstück jeder guten Zigarre. Entscheidend ist außerdem, die Qualität und das Wissen der am Verarbeitungsprozess Beteiligten auch bei einer Expansion der Tabakproduktion beibehalten zu können und die Ergebnisse regelmäßig und genau zu überprüfen.
In Bezug auf seinen persönlichen Werdegang hob Pedro Ventura primär seinen Hintergrund im Agrarsektor hervor. Nur durch die jahrelange Auseinandersetzung mit den ökologischen Prozessen sei es ihm möglich, die Qualität des Tabaks und der daraus entstehenden Zigarre selbst genau zu überprüfen. Besonders hervorzuheben sei, dass er eng mit Jose Seijas zusammenarbeiten, und von ihm lernen konnte.
Trotz wachsender Produktion und Spezialisierung der Arbeitskräfte ist es laut Pedro Ventura immer noch entscheidend, den Überblick über die jeweiligen Arbeitsschritte behalten zu können. Dies könne aber nur in einem erfahrenen Team gelingen, da dieses die Basis für die gleichbleibend hohe Qualität einer Zigarre bildet.


